Samstag, 16. Oktober 2010
Hua Juan
Zorra ruft zum fünften mal zum World Bread Day auf! Die letzten Jahre habe ich es mir immer fest vorgenommen teilzunehmen und es dann doch immer wieder verpasst. So ein Brot bäckt sich ja nicht mal eben in fünf Minuten. ;) Mein Beitrag ist zwar auch kein Brot, dafür leckere kleine chinesische Brötchen, die sich super als Beilage zu Schmorgerichten oder für jegliche asiatisch angehauchte Köstlichkeite mit viel Soße zum Auftunken eignen. Der Teig, den ich für die Hua Juan verwendet habe, ist mein Lieblingsteig für Bao und andere gedämpfte Hefegebäcke, der Famian nach Andrea Nguyen. Das Besondere an diesen Brötchen ist die „Glasur“ aus Sesamöl und Schnittknoblauch, die Mischung von Backpulver und Hefe im Teig und natürlich die Blütenform, die auch Namensgeber ist.
Falls kein Schnittknoblauch aufzutreiben ist eignen sich auch Schnittlauch oder fein geschnittenes Frühlingszwiebelgrün. Auf keinen Fall weglassen sollte man allerdings das Sesamöl, das ist hier eine wesentliche Geschmackskomponente. Ist aber ja zum Glück mittlerweile in fast jedem größeren Supermarkt aufzutreiben.
Die Haltbarkeit ist bei diesen Brötchen leider begrenzt. Am besten schmecken sie wirklich frisch gedämpft. Man kann sie allerdings auch sofort nach dem Abkühlen einfrieren und dann nach dem Auftauen nochmal kurz dämpfen oder in die Mikrowelle, dann werden sie wieder frisch!
(Andre Varianten gibts übrigens auch hier.)
Für 12 Dumplings:
1,5 TL Trockenhefe
177 ml lauwarmes Wasser (3/4 cup)
2 EL neutrales Pflanzenöl
2 EL Zucker
2 TL Backpulver
355 g Mehl (2 1/2 cups)
Für die Glasur:
3 EL Schnitt(knob)lauch in Ringen
1 EL Sesamöl
1/2 TL Salz
1/2 TL Zucker
Ansonsten:
12 Blättchen Pergamentpapier, ca. 10 x 10 cm
1 Dämpfer / Bambusdampfkorb etc.
Für den Teig die Hefe im Wasser verrühren, kurz stehen lassen. Derweil Zucker, Backpulver und Mehl in einer großen Schüssel mischen. Öl zu Hefe und Wasser geben und umrühren.
In der Mitte der Mehlmischung eine kleine Mulde formen und die Hefemischung hinzugießen. Mit einem großen Holzlöffel die Hefemischung unter das Mehl rühren, immer von der Mitte zum Rand, nach und nach das ganze Mehl einarbeiten. (Nach Bedarf teelöffelweise lauwarmes Wasser hinzu geben, wenn sich der Teig nicht leicht verrühren lässt.) Weiterrühren bis eine weiche, klumpige Masse entsteht. Den Teig mit den Händen zusammendrücken und zu einer Kugel formen. Den Teig mit den Händen auf der Arbeitsfläche kneten, bis er weich, elastisch und nicht mehr klebrig ist, etwa 5 Minuten. Falls der Teig zu feucht ist und nach den ersten Minuten noch an den Fingern klebt, noch etwas Mehl einarbeiten. Drückt man den Finger in den Teig wenn er fertig geknetet ist, sollte er zurückspringen und nur eine kleine Vertiefung bleiben.
Eine saubere Schüssel dünn ölen und den Teig hinein geben. Den Teig mit Frischhaltefolie abgedeckt etwa 45 Minuten an einem warmen, zugluftfreien Platz auf die doppelte Größe gehen lassen.
Den Teig in 12 Portionen à etwa 50 g teilen und zu Kugeln formen. Die Kugeln nacheinander länglich ausrollen, mit einem scharfen Messer der Länge nach in etwa 0,5 cm Abstand einschlitzen, dabei an einer Seite nicht ganz durchtrennen.
Etwa 1 TL der Schnittknoblauchmischung auf dem ausgerollten Teig verteilen. Den Teig an der nicht durchgeschnittenen Seite greifen und locker zu einer Wurst rollen. Diese Wurst in sich verschlingen, so dass eine kleine Blüte entsteht. (Mit etwas Phantasie. Siehe Bild unten.) Die Dumplings je auf ein Stück Pergamentpapier setzen und nocheinmal 45-60 Minuten gehen lassen.
Den Dämpfer vorbereiten und die Dumplings für etwa 15 Minuten dämpfen. Warm servieren.

Pro Person reichen 2-3 Dumplings als Beilage.
Gedämpft und abgekühlt lassen sich die Hua Juan auch einfrieren. Nach dem Auftauen und 30-45 Sekunden in der Mikrowelle sind die Teilchen wieder frisch.
Kommentare (12) | Trackbacks (3)
Suse - #1 - 17.10.2010 10:34 - (Antwort)
Die Form der Dumplings ist ja sensationell!!
Die kann man doch bestimmt auch im Ofen backen, oder?
Für mich muss Gebäck irgendwei ne Kruste haben.
Evi - #2 - 17.10.2010 10:50 - (Antwort)
@Suse: Bin mir sicher, dass man die im Ofen backen kann. ;) So schön weich werden sie dann zwar vermutlich nicht, aber wenn einem nach Kruste ist.. ;) Probiers mal und sag Bescheid wie sie geworden sind und ob sie innendrin auch so schön fluffig bleiben.
Christina - #3 - 17.10.2010 16:26 - (Antwort)
Ich bin eh so ne Brötchenpulerin, weil mir das Weiche innendrin am Besten schmeckt. Ohne Kruste geht also gut! ;-) Und Hefeteig liebe ich.
lisa - #3.1 - 18.10.2010 21:40 - (Antwort)
Da kann ich Christina nur voll zustimmen. Tolle Fotos, einfach zum reinbeißen!
Sylvia - #4 - 18.10.2010 22:34 - (Antwort)
Gerade entdeckt! Toller Blog mit tollen Fotos und Rezepten... :-)
Evi - #6 - 20.10.2010 08:52 - (Antwort)
@Christina + lisa: Wenn man nur aufs "Dottel" steht, sind die natürlich perfekt! Gedämpfte Teige sind da ja wirklich ideal.
@Sylvia: Danke. Zurück! ;)
@Alex: Und gar nicht so schwer herzustellen. Ich werde die Form auch mal im Backofen mit Zimtwecken o.ä. testen, das kommt bestimmt auch gut.
zorra - #7 - 21.10.2010 11:28 - (Antwort)
Wow, die sehen super aus! Fast zu schön zum Essen. Ich habe noch nie Brötchen gedämpft, muss ich unbedingt mal ausprobieren. Danke dass du es dieses Jahr zum World Bread Day geschafft hast! :-)
Evi - #8 - 22.10.2010 20:16 - (Antwort)
@zorra: Irgendwann muss die Trägheit ja mal überwunden werden. ;) Bin schon auf deinen Nachbau gespannt!
Token - #9 - 26.10.2010 09:24 - (Antwort)
Die sind lecker nicht war? :D Bei uns gab's die mittlerweile schon 3 mal! :) Die Form ist auch immer wieder genial, ist mal eine Abwechslung und immer hübsch anzusehen! :) Deine Gefallen mir viel besser als meine lach sie sehen so professionell aus!
Evi - #10 - 27.10.2010 10:27 - (Antwort)
@Token: Ach Quark, deine sehen auch prima aus. :) Fluffig ist doch die Hauptsache. :)
Den Teig mit der Milch muss ich mal probieren, am Ende schmeckt das noch besser. ;)
Shermin - #11 - 27.10.2010 13:35 - (Antwort)
Die sehen wirklich unglaublich hübsch aus. Als ich die leckeren Bilder sah, dachte ich erst, dass jetzt eine unglaublich langwierige und schwierige Beschreibung der Herstellungsmethode folgt. Aber das sieht ja echt machbar aus. Mjam - erinnert mich daran, dass ich mir endlich so nen Korb zum Dämpfen holen muss. Meine Experimente mit einem Metallsieb waren eher unbefriedigend...
















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Aufgenommen: Nov 01, 08:20
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