Kennt ihr jemanden, der keine Zucchini mag? Ich nicht. ;) Manch einer mag Zucchini ein bisserl fad finden, aber die selbstgezogenen aus dem Garten, besonders wenn sie noch hübsch klein sind, schmecken lecker nach Zucchini und nicht nach holländischem Wasser. (Passender Gargrad mal vorausgesetzt.)
Wer schonmal Zucchini im Garten hatte, kennt sicherlich auch die folgenden Probleme. Erstens: Zucchini wachsen wie wild, fallen ins Bohnenbeet ein, wuchern alles dicht und produzieren mehr Zucchini, als irgendeine durchschnittliche vierzehnköpfige Familie vertilgen könnte. Zweitens: Der Plan, die Zucchini zu ernten, wenn sie noch klein sind, damit sie aromatisch sind, schlägt fehl. Und zwar weil (siehe erstens) die Zucchinipflanze sich vollkommen unplanmäßig verbreitet hat und ihre kleinen Früchtchen (die man in der Größe vielleicht sogar noch vernichtet bekäme) sorgsam unter eigenen Blättern oder Bohnen versteckt, bis sie so groß sind, dass man mit einer einzigen Zucchini eine vierzehnköpfige Familie satt bekommt. Ist irgendwie ein Teufelskreis mit den Zucchini.
Worauf ich hinaus wollte: Wenn ihr kleine Zucchini in die Finger bekommt, probiert diese Zucchiniröllchen aus!
rollitos de calabacín — Zucchiniröllchen
kleine Zucchini
Frischkäse
gekochter Schinken
Kräuter, z. B. Salbei (alternativ irgendwas sommerliches, gehäckselt)
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Zitronensaft
Zucchini der Länge nach etwa 1-2 mm dünn hobeln. Die Zucchinistreifen mit Frischkäse bestreichen. Den Schinken in zucchinibreite Streifen schneiden und auf die frischkäsebestrichenen Zucchinischeiben legen. An die eine Seite der Streifen ein Blättchen Salbei legen, von der Salbeiseite her den Zucchinistreifen aufrollen und mit einem halben Zahnstocher fixieren. So weiter machen, bis die Nerven blank liegen oder keine Zucchini mehr da sind.
Die Zucchiniröllchen je nach Menge entweder in einer beschichteten Pfanne mit etwas Olivenöl schnell und unter Wenden, Salzen und Pfeffern gar braten oder mit Olivenöl bepinseln und auf einem mit Alufolie ausgelegten Backblech in der Mitte des Ofens bei etwa 200°C garen, dabei einmal Wenden, Salzen und Pfeffern. Am Ende die Röllchen mit Zitronensaft beträufeln.
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[Idee schamlos geklaut aus dem wunderbaren Die Tapas-Bar von José de las Casas. Leider nur noch antiquarisch zu beziehen, zu absolut bekloppten Preisen fern ab der 3 Euro die das Büchlein irgendwann mal gekostet hat. Viel Glück am Wühltisch!]