So ein bisschen ist das hier Kindheitsküche. Wenn früher bei uns Huhn übrig geblieben ist, gab es das am nächsten Tag in Stückchen zerzupft in einem nicht näher definierten „asiatischen“ Wokgericht. Reis, pfannengerührtes Gemüse und, ganz wichtig, Soße aus Knoblauch, Ingwer, Ketchup (!) und Sojasauce. Was mein Vater kann, kann ich auch. ;)
Ich habe nach einer Gelegenheit gesucht, für
Jana ein nicht allzu kompliziertes Essen mit Szechuanpfeffer zu bauen, ich hoffe, das hier sagt euch zu. ;) Ein paar Alternativen zu den exotischeren Saucen habe ich unten angegeben, gerade Ume-Su, eine sehr salzig-saure Soße aus japanischen Pflaumen, wird nicht jedermanns Geschmack sein. Ich finde sie klasse. Die Sukiyaki-Sauce hingegen wird eher ein crowd-pleaser sein. (Kikkoman sponsort übrigens nicht. Ich warte immer noch auf meine
„Gratis Designflasche“, fragt mich nach Versandunternehmen, der Benutzung von Gehirn und der Packstation.)
Jedenfalls: Lecker, simpel, irgendwie asiatisch und schnell gemacht. ;)
Bratnudeln mit Kohlrabi, Hühnchen und Szechuanpfeffer für zwei:
4 Blöcke Bratnudeln (Weizen, dick)
1 EL Öl
500 g Hühnchenfleisch
1 TL Szechuanpfefferkörner
1 EL Sojasauce
1/2 Zitrone, der Saft
3 cm Ingwer
1-3 Knoblauchzehen
1-2 EL Honig
1 Kohlrabi
1 EL Ume-Su (alternativ (Reis-)Essig und Salz)
Ketchup (alternativ Tomatenmark, Zucker und (Reis-)Essig)
Sukiyaki-Sauce (z. B. Kikkoman)
Sojasauce
Das Hühnerfleisch in Würfel von etwa 1-2 cm Kantenlänge schneiden. Den Szechuanpfeffer möglichst fein mörsern oder besser mahlen. Hühnchen und Pfeffer mit Sojasoße, Zitronensaft, geschältem und fein geschnittenen Ingwer und gepresstem oder gehacktem Knoblauch einige Stunden im Kühlschrank marinieren lassen.
Für die Bratnudeln zuerst die Nudeln nach Packungsanweisung garen. Meine Nudeln werden einfach mit kochendem Wasser übergossen und ziehen 10 Minuten. Nudeln abseihen und mit dem Öl gut vermischen. In einer Antihaftpfanne auf mittlerer Hitze unter gelegentlichem Wenden und Auseinanderzupfen knusprig backen.
Den Kohlrabi in Würfelchen von 0,5-1 cm Kantenlänge schneiden, ein einen kleinen Topf geben. Mit dem Ume-Su übergießen und in etwa 10 Minuten gar dünsten.
Das Hühnerfleisch in wenig Öl in Wok oder Pfanne knapp gar braten (Marinade aufbewahren!), den Honig hinzufügen und karamellisieren lassen. Das Huhn in einem Schüsselchen mit Alufolie abgedeckt zwischenlagern. Die Marinade in die Pfanne geben und kurz aufkochen lassen. Mit Ketchup und Sukiyaki-Sauce zu etwa gleichen Teilen zur gewünschten Soßenmenge verlängern, evtl. noch mit Sojasauce abschmecken.