Sonntag, 26. August 2012
missboulette und Kimchi
Ich muss gestehen, vor der Bekanntschaft mit missboulettes Blog war mir die koreanische Küche vollkommen unbekannt. Wie auch, ich kenne genau gar keine Koreaner real persönlich, restaurantmäßig hat's hier in der Provinz nur China, "Sushi", Thai, das leider alles zu einem wischiwaschi-"asiatisch" verschwimmt. In meiner Zeit in Frankreich hab ich die vietnamesische Küche kennen und lieben gelernt, aber richtig gute Vietnamesen gibt es hier auch nicht. Und so war die koreanische Küche sowas von überhaupt nicht auf meinem Radar. Und dann kam missboulette. (Und heute darf ich bei Kimchi + mitmachen. Danke!)
Mit ihren Songpyeon hat sie mich damals angefixt und seither wird gelesen und gesabbert. Und irgendwann hab ich mich dann rangetraut, an die koreanische Küche. Der Fleischkram ist grandios, kann man nur jedem empfehlen, ich könnte grad eine Riesenportion Schweinebauch, siehe Bild ... es existiert leider nur ein vollkommen euphorisch-verwackeltes Bild vom fertigen Bulgogi meinerseits, das erspare ich euch.
So, und was will se jetzt mit dem Schweinebauch wenn oben doch was von Kimchi steht? Spätestens seit dem Korea-Kochbuch war ich hin und weg und mir wurde klar, dass das berüchtigte Kimchi nicht immer nur (der mir etwas suspekte) Chinakohl sein muss, sondern dass das mit fast allen anderen Gemüsen auch funktioniert. Und dann ging das große Basteln los.
Mein erstes Kimchi, streng nach Korea-Kochbuch, war Oikimchi, ein einfaches, schnelles Gurken-Kimchi. Und scharf. Meine Herrn, war das scharf. Der Mitesser verzog nach einigen Tagen der Kimchiruhe im Kühlschrank schon das Gesicht und fragte, woher diese olfaktorische Herausforderung stammen würde. "... bekackt übel stinkt." — ich darf zitieren. Ich fand es köstlich und war endgültig angefixt, das nächste Oikimchi war schon deutlich genießbarer. Übung und Erfahrung, gerade wenn man keine koreanische (Groß-)Mutter zum Abgucken hat ...
Die nächste Variante war Radieschen-Kimchi, da hier kein Daikon aufzutreiben ist, frei interpretiert wieder nach dem Korea-Kochbuch. Diesmal maßvoller geschärft und nicht ganz so ultrasalzig wie meine erste Gurkenerfahrung. Und saulecker. Wie man sieht, nur echt mit schwarzen Sesamsprenkeln. Der Kühlschrank beherbergte mittlerweile auch Gochujang, das dem Mitesser ziemlich suspekt war. Das Zeug riecht schon fies scharf obwohl ich das Medium-Einsteigermodell gekauft hatte.
Spätestens wenn bei mir die Loslösung von Rezepten und die eigene Experimentiererei losgeht, weiß ich, dass es mit einem Gericht oder einer Zubereitungsart gefunkt hat. Und so wurschtel ich mittlerweile an meiner eigenen Idee von Namul und Kimchi rum, mit mehr oder weniger präsentablen Ergebnissen. ;) Hier unten seht ihr ein Karotten-Rettich-Irgendwas, gesalzen und entwässert, koreanisch gewürzt mit Reisessig, geröstetem Sesamöl, Gochujang und schwarzem Sesam. War sehr lecker zu oben gezeigtem Schweinebauch.
Liebe missboulette, ich verleihe dir hiermit die Kimchi-Verdienstnadel in Gold für behutsame Heranführung an die koreanische Küche und vor allem an Kimchi. Und danke für die Einladung zum Essen! Damit es nicht langweilig wird, sind die nächsten Ziele auch schon gesteckt: "Richtiges" Chinakohl-Kimchi machen und langsam die Verträglichkeit austesten, bei allem wo "Kohl" draufsteht, bin ich seit meiner FI etwas vorsichtig, auch wenn Chinakohl angeblich eher gehen sein soll. Außerdem fände ich ein Auberginen-Kimchi gut, hast du da eine Idee? Und irgendwann muss mir jemand mal ein original koreanisches Kimchi servieren. ;)
Mit ihren Songpyeon hat sie mich damals angefixt und seither wird gelesen und gesabbert. Und irgendwann hab ich mich dann rangetraut, an die koreanische Küche. Der Fleischkram ist grandios, kann man nur jedem empfehlen, ich könnte grad eine Riesenportion Schweinebauch, siehe Bild ... es existiert leider nur ein vollkommen euphorisch-verwackeltes Bild vom fertigen Bulgogi meinerseits, das erspare ich euch.
So, und was will se jetzt mit dem Schweinebauch wenn oben doch was von Kimchi steht? Spätestens seit dem Korea-Kochbuch war ich hin und weg und mir wurde klar, dass das berüchtigte Kimchi nicht immer nur (der mir etwas suspekte) Chinakohl sein muss, sondern dass das mit fast allen anderen Gemüsen auch funktioniert. Und dann ging das große Basteln los.
Spätestens wenn bei mir die Loslösung von Rezepten und die eigene Experimentiererei losgeht, weiß ich, dass es mit einem Gericht oder einer Zubereitungsart gefunkt hat. Und so wurschtel ich mittlerweile an meiner eigenen Idee von Namul und Kimchi rum, mit mehr oder weniger präsentablen Ergebnissen. ;) Hier unten seht ihr ein Karotten-Rettich-Irgendwas, gesalzen und entwässert, koreanisch gewürzt mit Reisessig, geröstetem Sesamöl, Gochujang und schwarzem Sesam. War sehr lecker zu oben gezeigtem Schweinebauch.
Liebe missboulette, ich verleihe dir hiermit die Kimchi-Verdienstnadel in Gold für behutsame Heranführung an die koreanische Küche und vor allem an Kimchi. Und danke für die Einladung zum Essen! Damit es nicht langweilig wird, sind die nächsten Ziele auch schon gesteckt: "Richtiges" Chinakohl-Kimchi machen und langsam die Verträglichkeit austesten, bei allem wo "Kohl" draufsteht, bin ich seit meiner FI etwas vorsichtig, auch wenn Chinakohl angeblich eher gehen sein soll. Außerdem fände ich ein Auberginen-Kimchi gut, hast du da eine Idee? Und irgendwann muss mir jemand mal ein original koreanisches Kimchi servieren. ;)
Geschrieben von Evi
in Kochen
um
10:00
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Tags für diesen Artikel: gurke, karotte, kimchi, korea, namul, radieschen, rettich, schweinebauch, sesam
Samstag, 11. August 2012
Kaeng Phanaeng - Thaicurry Penang mit Hühnchen und Zucchini
Als Tina zum Thai-Blogevent aufgerufen hat, kribbelte es mir schon in den Fingern. Wir lieben Thaicurries! Leider ist es in meinem Standard-Asiamarkt Glückssache die Originalzutaten wie Kaffir-Limettenblätter und Galgant zu bekommen. Die Inhaber sind aus China und haben ihren Fokus auch eher auf chinesische Zutaten gelegt. Und Zeitungen für den Exilchinesen, siehe Bild. Darum bin ich desöfteren auf gar nicht mal so schlechte Thai-Currypasten ausgewichen. Ist zwar auch so sehr lecker, aber eigentlich sind die Pasten so schwer gar nicht nachzubasteln. Die gute Thaimutti kauft bestimmt auch keine Fertigprodukte. ;)
[Exkurs zu gruseligen Asia-Restaurants: Traue keinem Thaicurry, das kein Thai gekocht hat. Oder wenigstens jemand, der den Unterschied zwischen Thai-Currypaste und indischer Currypaste verstanden hat ...]
Furchtbar gerne esse ich Penang-Curry, Erdnüsse rocken. Die einzige kleine Überwindung in der Thaiküche kostet mich allerdings immer noch die Shrimpspaste. Bei Fischsoße bin ich schon lange abgehärtet, aber Shrimpspaste ist halt doch ein ganz feines Stöffchen. Und der Duft hält sich aweng in der Küche. Am besten vorher klären, ob damit gegen irgendwelche Mitwohnkonventionen verstoßen wird. Ich könnte euch Geschichten aus einer WG erzählen, in der Shrimpspaste der Auslöser für einen erbitterten Küchen
"Kaeng Phanaeng - Thaicurry Penang mit Hühnchen und Zucchini" vollständig lesen / zum Rezept...
Geschrieben von Evi
in Kochen
um
18:02
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Tags für diesen Artikel: curry, currypaste, erdnuss, fruktosearm, huhn, kokos, laktosefrei, penang, reis, thaicurry, thailand, zucchini
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