Freitag, 15. Januar 2010
Potstickers / (Yaki-)Gyoza / Jiaozi (Guotie)

Auch meine Potstickers sind, wie die Nachos, ein Beitrag zum Blogevent "Soulfood". Käse, Fett und Kohlenhydrate sind zwar gut, wenn schnell was her muss, was die Seele streichelt, aber wenn man eine meditative Arbeit braucht zum runterkommen, ist Kochen halt auch irgendwie Nervenberuhigung. Ich fang dann meistens an und falte (sehr zur Freude des Liebsten) Dumplings.
Viele der asiatischen Küchen kennen fleischgefüllte Ravioli, die kunstvoll gefaltet sind. Man kann sie dämpfen oder in Wasser kochen, ich mag sie am liebsten als "Potstickers". Dabei werden die Dumplings zuerst in einer geölten Pfanne angebraten, bis der Boden leicht gebräunt ist. Mutige nehmen keine Antihaftpfanne. Danach kommt etwas Wasser oder Brühe hinzu, die dann langsam mit Deckel drauf verkocht und so die Teigtaschen fertig gart.
Schnittknoblauch (nira, jiucai) kann ich hier nur schwer auftreiben, ich packe normalen Knoblauch in die Füllung stattdessen. Die Füllung ist ohnehin nur grob an den asiatischen Vorbildern orientiert, ich nehme was ich hier bekomme und an Gemüse vertragen wird, hauptsache es schmeckt. :) Meine Lieblingsfüllungen sind Rinderhack oder Hühnchen mit Karotte und Zucchini und als vegetarische Variante Paprika mit Pak Choi. Wenn die Fleischfüllung zuviel ist, kann man damit auch sehr gut kleine Frikadellen backen, das aber auf jeden Fall in einer Antihaftpfanne und auf milder Hitze.
Als Dip gibt es bei mir meistens Sojasoße mit Reisessig und Ingwer, Knoblauch, Chilis. Wenn kein frischer Ingwer da ist, tuts auch Hoisin Soße, Süße Chilisoße oder irgend etwas anderes, bei der Schnuppensuppe gibts Knoblauch mit Reisessig und Reisessig mit Chilis als Dips, das ist vermutlich authentischer. :) Und außerdem ein Rezept für den Teig. Ich hatte bisher zuviel Respekt vor dem Teig und habe die 22-Stück-Fertigpackungen à 98 cent aus der Tiefkühltruhe meines Asia-Supermarkts genommen. Heute Abend wird der Teig aber mal ausprobiert, reichtzeitig Fotos fürs Blogevent wirds dann aber nicht mehr geben.
Übrig gebliebene (oder im Voraus absichtlich im Übermaß produzierte) Dumplings können übrigens entweder roh eingefroren werden und dann aufgetaut gebacken werden, oder gegart eingefroren und als Suppeneinlage verwendet werden.
Eine Zitronen-Variante mit selbstgemachtem Teig findet sich hier: Zitronen-Rind-Potstickers.
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